Historie
15. Rocknacht
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15. Rocknacht auf der Plattenburg - 40 Jahre nach Woodstock

Datum: 15. August 2009
Bands: Rudolf Rock Allstars feat. Sens. Susi & Hugo Egon Balder, Circle's End, Gravity Free
Zuschauer: wir zählen noch
Wetter: Ein Dankeschön an den Wettergott!
Besonderheiten: ...

Es war Zufall, dass die 15. Rocknacht auf den Tag genau 40 Jahre nach der Urmutter aller Festivals in Woodstock stattfand. Der jüngsten und ersten Band war es vorbehalten, an dieses Ereignis von 1969 zu erinnern. Dies taten sie auch musikalisch.

Gravity Free war wohl überhaupt die Überraschung der 15. Rocknacht. In klassischer Dreierbesetzung Gitarre-Bass-Schlagzeug setzte die Band auf bewährten Rock, dies aber so frisch, als hätten sie manchen Song neu erfunden. Schon das Intro des 60-minütigen Auftritts von Gravity Free zeigte, in welche Richtung das Programm geht. Von der Konserve schallten über den Burghof die Anfangriffs von "Voodoo Chile" von Jimi Hendrix. Von Bühnennebel begleitet setzte sich die Band gleich mit "Foxy Lady" eine hohe Meßlatte. Mehr als klassische Sängerin ausgebildet, röhrte Julia Schuhmacher regelrecht bei Songs wie "Black Night" oder "Superstitions". Richtiges Woodstock-Feeling gab es bei "Purple Haze". Bemerkenswert bei Gravity Free war, dass Gitarre und Bass oft als gleichberechtigte Melodieinstrumente eingesetzt wurden, so dass Drummer Lennart Bauer die verantwortungsvolle Aufgabe hatte, alles rhythmisch zusammenzuhalten (klang das Schlagzeug gut !!!). Den krönenden Abschluss des Sets setzte "Mr. Big" (Free) mit einem klassischen Andy-Fraser-Bass-Solo. Eike Steuer (b) und Philipp Ott (g) ließen es sich nicht nehmen, das schon recht zahlreiche Publikum (20.15 Uhr) auf den Bass-Boxen vor der Bühne anzuheizen.

Ein wunderbarer Start für eine Rocknacht.



Die zweite einheimische Band Circle's End ließ es etwas düsterer mit einem "Gothic"-Touch angehen. Dem hervorragenden Gesang von Kathrin Thurmann merkte man ebenfalls die klassische Ausbildung an. Die Presse schrieb treffend,:"Ruhige Passagen wechselten mit metall-mäßigen Einlagen; manchmal wartete Circle's End mit origineller Harmonik auf, die sich deutlich vom üblichen Rockklischee absetzte." (MAZ)


Bei der 15. Rocknacht wurde eben wieder etwas Neues und Gelungenes probiert.

"Und dann kam's" (MAZ) Rudolf Rockmit Mannen und einem kleinen Energiebündel mit riesiger Stimme - Sens. Susi. Konnten auch viele Besucher nichts mit der "Mandy aus Grabow" anfangen, was nebenbei durchaus für sie sprach, so begann jetzt die Party. Die Mannen um Uli Salm (Rudolf Rock) zeigten sich als musikalische Routiniers, die vor Spielfreude nur so sprühten. Stargast Hugo Egon Balder trommelte sich am 2. Schlagzeug durch einen Teil des Abends. Mit seinen Gesangseinlagen und am E-Piano brachte er Rockstandards mit eingedeutschten Texten, die Balder-like auch schon mal etwas deftiger waren. Das Publikum hatte jedenfalls seinen Spaß. Im Duett oder Solo röhrte Sens Susi die Klassiker nur so hin. Bei "Me and Bobby McGee" von Janis Joplin sträubten sich bei dem einen oder anderen schon die Nackenhaare. Aus dem Klassiker "Highway to Hell" wurde der "Heimweg zu hell" und bei "House of the rising sun" beschwor Hugo "Ein Haus in Altona. "Proud Mary" war "Liebe für uns alle" - ein Motto, das wohl im Sinne aller Rocknachtfreunde war. Es soll noch einmal die Presse zitiert werden: "Es stimmte einfach alles: Das laue Sommerabend-Wetter, der Mix aus Metall und Klassik, Evergreens von Free, Jimi Hendrix, Deep Purple und einem Rausch aus Sexappeal und einmaligem Sound." (Der Prignitzer)