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Märkische Allgemeine Zeitung, 13. Februar 2002
Rocknacht eine Woche vorverlegt
Grund: Terminüberschneidung
BERND ATZENROTH
PLATTENBURG Eigentlich stand
das ganze Programm schon mehr oder weniger fest. Aber jetzt sahen sich die
Veranstalter der Rocknacht auf der Plattenburg genötigt, das Ereignis um
eine Woche auf Sonnabend, 17. August, vorzuverlegen. Grund: Man wollte eine
Terminkollision mit dem Wittenberger Stadt- und Hafenfest vermeiden, das
ansonsten gleichzeitig gelaufen wäre.
Ärgerlich für die Organisatoren der Rocknacht: Sie
hatten die Stadt Wittenberge bereits im vergangenen September auf ihren Termin
hingewiesen und auf eine Absprache gehofft. Stadt und Organisatoren des
Stadtfestes trifft aber keine Schuld. Denn zwar war sowohl Birka
Stövesandt vom Kultur- und Tourismusbetrieb als auch dem Vorsitzenden der
Stadtverordnetenversammlung, Karl-Heinz Straßburg, federführend bei
der Organisation des Stadtfestes, die Terminüberschneidung bekannt. Aber
Straßburg erkärte gegenüber der MAZ, deswegen Burgbetreiber
Lutz Lange angerufen zu haben, der in der Terminkollision "keine Probleme"
gesehen hatte. Lange wiederum ist nicht Veranstalter der Rocknacht, hatte sich
allerdings diesbezüglich mit jenen nicht abgesprochen.
Auf das Wochenende 17. August habe man mit dem Stadt- und
Hafenfest wegen der Einschulungstermine nicht gehen können, erklärte
Straßburg weiter. An jenem Wochenende aber wird nun die
Plattenburg-Rocknacht zum achten Mal über die Bühne gehen.
Möglich wurde dies jedoch nur aufgrund er Bereitschaft eines Berliner
Paars, das auf der Plattenburg heiraten will, dies eine Woche später zu
tun. "Dieser Termin war ihnen zum Glück sowieso lieber", erklärten
die Väter der Plattenburg-Rocknacht, Uwe Steuer und Dietmar Vollert, im
MAZ-Gespräch. Dennoch waren sie für dieses Entgegenkommen sehr
dankbar.
Schwieriger fällt es ihnen, die Gruppen auf den neuen Termin
umzubuchen - schließlich haben auch diese vor allem im Sommer einen gut
gefüllten Terminplan. Zwar sieht es so aus, als ob dies funktionieren
könnte, doch wollen Steuer und Vollert mit der diesjährigen Besetzung
erst an die Öffentlichkeit gehen, wenn das Programm zum neuen Termin
steht.
Bereits im vergangenen Jahr hatte es ein terminliches Proglem
gegeben: Zwei Wochen vor der schon traditionellen Rochnacht war, ebenfalls ohne
Absprache mit den Rochnacht-Organisatoren, erstmals ein "Prignitzer Rock
für junge Leute" angesetzt worden. Es handelte sich dabei um eine vom
Prignitz-Kreis mitfinanzeirte und von Lutz Lange unterstützte
Veranstaltung, ursprünglich für junge Leute aus dem Amt Plattenburg.
Auch in diesem Jahr ist sie wieder geplant, allerdings nicht in zeitlicher
Nähe zur eigenfinanzierten Benefizveranstaltung Rocknacht.
Während die Rocknacht im Internet-Veranstaltungskalender des
Prignitz-Sommers unter Angabe der Web-Adresse jedoch genannt ist, fand sie im
Prignitzer Urlaubs-Journal jedoch keine Berücksichtigung. Erwähnt ist
hingegen der "Prignitzer Rock für junge Leute". Auch alle anderen
Veranstaltungen dieses Genres finden sich in dem Heft. Laut Uwe Neumann,
Geschäftsführer des Fremdenverkehrs- und Kulturvereins Prignitz,
handelt es sich bei den Terminen um eine Zuarbeit vom Kreis. |