Presse
Presseinformationen (Übersicht) | Presseecho (Übersicht)
zurück AnfahrtskizzeKontaktNavigatorCredits

Der Prignitzer, 6. Juli 1998

Rock-Fans trotzten Regen und Fußball-Krimi

Rocknacht auf der Plattenburg wurde wieder voller Erfolg

Plattenburg • "Ich bin stolz auf die Prignitzer", verteilte Dr. Uwe Steuer gleich zu Beginn der vierten Rocknacht auf der Plattenburg ein dickes Lob an die Gäste: Denn trotz des Wetters, das eher an einen Novemberabend erinnerte, und trotz Fußballviertelfinales hatten etwa 600 Gäste den Weg in den Burghof gefunden. Ausgerüstet mit Schirmen, Regenmänteln und -capes aller Art trotzten sie den Witterungsunbilden und ließen sich den Spaß an der Musik nicht nehmen. Und die war - wie man es von der Rocknacht inzwischen ja gewohnt ist - wieder vom Feinsten. Den Anfang machten die Jazzy Rabbits aus Reetz, eine jugendliche Band, die es für sich als große Ehre betrachtete, die diesjährige Rocknacht zu eröffnen. Vor allem ihr ist es wohl zu verdanken gewesen, daß diesmal auch viel jüngeres Publikum erschienen war.

Überhaupt fiel diesmal auf, daß bei weitem nicht nur Prignitzer gekommen waren. "Es sind auch viele von weiter her mit von der Partie", hatten die Mitorganisatoren Maria Steuer und Dietmar Vollert beobachtet. Und so erfreuten sich alle an der Musik der Hamburg Blues Band, die den zweiten Teil der Rocknacht bestritten. Der von vielen erwartete Höhepunkt: Die Soli von Dick Heckstall-Smith, der auf zwei Saxophonen gleichzeitig spielte.

Es ging schon auf Mitternacht zu, das Fußballspiel war inzwischen verloren (ein Fernsehgerät für die Fans war aufgestellt), als Inga Rumpf und Alex Conti mit ihrem Rockship-Projekt vors Publikum traten. Das war inzwischen doch schon etwas dezimiert, doch die Spielfreude ließen sich die Musiker dennoch nicht nehmen und ließen so den Funken auf die Fans überspringen. Alex Conti mit seinem hintergründigen Grinsen und Lady Inga Rumpf ließen Rockgeschichte und Jugenderinnerungen wieder auferstehen, und das Publikum ging mit. So ging ein zwar feuchtes, aber dennoch fröhliches Rockfest zu Ende, das auch dank der unentgeltlichen Hilfe vieler Freiwilliger wieder zum Erfolg geworden war. Der Erlös soll auch in diesem Jahr wieder der Plattenburg zugute kommen -die wetterfesten Besucher haben's möglich gemacht.

E. W